Australias Golden OUTBACK Part 3 - vom Ayers Rock bis nach Derby

Australia Outback, Red Center Way, Kings Canyon

Hey Ihr Lieben,

 

endlich habe ich Teil 3 unseres Abenteuers durch das Australische Outback fertig. Hier möchte ich euch von unserer Fahrt beginnend am Ayers Rock über den Red Center Way zum Kings Canyon, Palm Valley, Alice Springs und dem Tanami Track bis Derby berichten!

 

Auch bei diesem Teil der Reise wurde wieder mal deutlich, dass das rote Zentrum Australiens am Besten mit einem Allrad-Fahrzeug erkundet werden kann. Denn mit einem 2WD sind euch nur die geteerten Straßen offen und so verpasst ihr die ganzen wunderschönen Orte, die am Ende der roten Pisten liegen! Also lieber etwas mehr Geld für die Campermiete in die Hand nehmen und all das sehen, was euch dieses Land zu zeigen hat!

 

Hier findet ihr übrigens meine Reiseberichte Teil 1 & Teil 2 und natürlich gibt es auf meinem Youtube Kanal food'n'travel das passende Video! Und auf Instagram teile ich wie immer weitere Reise-Inspirationen mit euch! Aber nun - viel Spaß beim Lesen!


Der Red Centre Way zum Kings Canyon

Nach dem Sonnenaufgang auf unserer Düne mit Blick auf Ayers Rock & Kata Tjuta gibt es nur ein schnelles Frühstück und wir machen uns direkt auf den Weg. Die Temperaturen am Morgen sind einfach viel zu kalt, um entspannt unser Müsli zu genießen! Also fahren wir wieder von unserer Rest Area auf den Lasseter Highway Richtung Osten und kommen recht schnell zum Curtin Springs Roadhouse. Egal, aus welcher Richtung man kommt, hier sollte man auf jeden Fall noch einmal tanken, da der Diesel im Vergleich zu Yulara und dem Roadhouse am Kings Canyon etwas günstiger ist (1,85$ pro Liter)! Außerdem habt ihr hier die Möglichkeit, unpowerded for free zu campen! Für einen Stellplatz mit Strom müsst ihr allerdings 40$ bezahlen und es fällt auch eine kleine Gebühr für warme Duschen an, da Wasser im Zentrum recht kostbar ist.

Eigentlich wollten wir uns hier auch einen Kaffee kaufen, da sie aber nur Instant Coffee anbieten, verzichten wir dankend darauf und füllen unseren Tank nur wieder bis zum Anschlag mit Diesel auf.

 

Dann geht die Fahrt weiter, bis wir zur Abzweigung zum Kings Canyon kommen. Hier halten wir einen Augenblick an und lesen uns die Infos auf den verschiedenen Tafeln durch. Wir haben schon von vielen Leuten gehört, dass der Kings Canyon & seine Natur etwas ganz Besonderes sein soll und unsere Vorfreude wächst! Übrigens haben wir uns schon von Deutschland einen Stellplatz im Kings Canyon Resort gebucht, so dass wir den weiteren Weg ganz entspannt angehen und die wunderschöne Natur um uns herum voll und ganz genießen können. Zwar sind die Preise mit 25$ p. P./Nacht nicht gerade günstig, dafür hat man eine echt gute Anlage, Duschen, Toiletten und den perfekten Blick auf den Canyon.

 

Auf dem Weg zum Resort kommen wir zunächst am Kings Creek Roadhouse vorbei und besorgen uns endlich einen richtigen Kaffee! Da es in Yulara keinen Bottleshop gibt, wollen wir hier eigentlich auch unsere Biervorräte auffüllen, doch bei über 50$ für ein Sixpack hat sich unser Vorhaben schnell erledigt und wir fahren die letzten Kilometer weiter bis zum Resort. Dort checken wir nur ein, holen uns Infomaterial und fahren direkt weiter zur Parking Area am Kings Canyon! Hier gibt es sogar freies WLAN, also lesen wir schnell unsere Mails, füllen dann unser Wasser auf uns starten mit dem 2,6 km langen Kings Creek Walk. Dieser endet jedoch verfrüht, da die Aussichtsplattform Ende 2016 von herabfallenden Felsen zerstört wurde. Wirklich schade, da wir so keinen direkten Blick auf das angeblich so schöne Ende der Schlucht werfen können, doch wir hoffen, von oben noch einen guten Blick zu bekommen.

Also wandern wir zurück und starten dann eine der anspruchsvollsten Wanderungen, die wir je in Australien gemacht haben - den 6 km langen Kings Canyon Loop Walk. Zunächst geht es viele Stufen nach oben an den Rand des Canyons und schon dort genießen wir die unglaubliche Aussicht auf den Canyon und das Outback. Freiheit pur. Anders kann man das Gefühl nicht beschreiben, dass uns während der nächsten 3 1/2 schönen, aber auch sehr anstregenden Stunden ausfüllt. Auch wenn er lang & schweißtreibend ist, diesen Walk kann ich euch nur ans Herz legen! Durch diese Felsenlandschaft zu wandern, immer wieder einen Blick in den Canyon zu werfen und einen Abstecher zum Garden of Eden zu machen ist einfach absolut faszinierend. Jetzt weiß ich, warum ein Taxifahrer in unserem letzten Urlaub hier meinte, dass der Kings Canyon einer der spirituellsten Orte Australiens ist. Ein absolutes MUST DO, wenn man das Zentrum bereist!

 

Danach geht es für uns wieder zum Resort, wo wir uns endlich duschen - ich glaube, wir haben eine normale Dusche schon lange nicht mehr so genossen! Und schon folgt mit dem Sonnenuntergang, den wir uns auf der Viewing Plattform des Resorts anschauen, das nächste Highlight des Tages. Die Felsenwände sehen im Licht der untergehenden Sonne einfach atemberaubend aus und ich bin wie so oft in Australien einfach überwältigt, wie wunderschön unsere Natur doch sein kann!

Den restlichen Abend lassen wir dann im Outback BBQ Imbiss & Bar des Resorts mit Country Livemusik, Lagerfeuer, einem kalten Bier und Burger'n'fries entspannt ausklingen. Ein perfektes Ende eines noch perfekteren Tages und wir denken schon wieder darüber nach, wie schön es doch wäre, in diesem Land hier zu leben.

Kings Canyon, Sunset, Australia

Die Fahrt zum Palm Valley & Alice Springs

Am heutigen Morgen bekommen wir beim Abbauen überraschenden Besuch - ein Dingo leistet uns auf einmal Gesellschaft und hofft wohl auf ein kleines Frühstück. Nicht umsonst sind auf dem Campingplatz Warnschilder aufgestellt, auf denen darauf hingewiesen wird, dass man wilde Tiere nicht füttern oder streicheln soll!

Nach einer schnellen, warmen Dusche machen wir uns wieder auf den Weg und fahren den Red Centre Way in Richtung Finke Gorge Nationalpark. Und da ist es - das erste Wildpferd, das wir auf unserer Reise sehen! Brav bleibt es für ein Foto stehen, als ich dann aber etwas näher heran möchte, galoppiert es davon & verschwindet im Busch. Anders eine kleine Eselherde, die uns einige Kilometer später ganz nah an sich heran lässt und brav vor der Kamera posiert! Die Fahrt entlang der Ranges ist einfach wunderschön und wir halten immer wieder an, um Bilder & Videos mit unserer Drohne zu machen.

 

Dann erreichen wir endlich zur Mittagszeit die Abzweigung zum Palm Valley im Finke Gorge National Park. Ein Schild weist uns dort direkt darauf hin, dass wir für die 18 km 4WD Track (high clearance vehicles only!) ein Zeit von 3 Stunden veranschlagen sollen ... wir haben, um es vorweg zu nehmen, nicht einmal eine Stunde gebraucht. Die Fahrt zum Campingground ist dann wirklich ein Traum für jeden Offroad-Liebhaber! Der Track führt durch ausgetrocknete Flussbetten, über Felsen und Sandbänke - unser Herz schlägt höher, denn genau dieses Abenteuer haben wir uns gewünscht! Am Campground angekommen werfen wir das Geld für die Nacht ein, stellen Tisch & Stühle auf unserem Platz und fahren die restlichen Kilometer zum Palm Valley. Ca. 2 km vor unserem Ziel sehen wir zwei Autos am Rand parken und können nur vermuten, dass den Besitzern das letzte Stück des Tracks zu krass war und sie den Rest gewandert sind. Wir lassen uns aber nicht abhalten, "klettern" mit unserem Landcruiser die Felsenstufen hinauf und schaffen es bis zum Ende, dem Eingang ins Palm Valley. Wow, diese Fahrt hatte es wirklich in sich, schaut euch unbedingt unser Youtube Video an, um einen kleinen Einblick in diesen tollen 4WD Track zu bekommen!

Jetzt können wir aber endlich den 5 km langen Mpulungkinya Walk starten! Dieser führt zuerst durch das atemberaubende Palm Valley. Dank des Flusses hat man wirklich das Gefühl, ein kleines Paradies in mitten des trockenen Outbacks zu erwandern - überall Palmen, Farne und kleine Tiere! Wir genießen diese Stille so sehr, man hört nur die Natur und das Rauschen des Windes in den Palmenblättern. Ein wirklich magischer Ort und wir sind fast etwas enttäuscht, als uns der Weg hinaus aus dem Valley und hinauf auf das Rim führt. Hier wandern wir durch hohes Gras zurück, leider mit recht wenig Ausblick auf das Palm Valley! Nichts desto trotz lohnt sich der Walk auf jeden Fall, nehmt euch aber unbedingt - wie bei allen anderen Wanderungen auch - viel Wasser mit!

 

Zurück am Campingplatz hängen wir unsere Campingdusche auf & waschen uns den Schweiß ab, bevor wir dann noch ein paar schöne Bilder vom Sonnenuntergang machen. Hier lernen wir auch Kevin & Gail kennen, ein unglaublich freundliches Ehepaar aus Perth, die mit ihrem Camper Trailer hier sind und mittlerweile wie eine zweite Familie für uns sind! Gemeinsam lassen wir den Abend mit einem Glas Wein & guten Unterhaltungen ausklingen. Es ist immer wieder so schön zu sehen, wie offen die Australier sind - auf einem deutschen Campingplatz wird man wohl kaum eingeladen, sich dazu zu setzen oder?

 

Am nächsten Morgen trinken wir noch den ein oder anderen Kaffee mit unseren neuen Freunden, bevor wir dann weiter nach Alice Springs fahren. Dort führt uns unser erster Weg zu Coles, um unsere nun doch sehr mageren Vorräte wieder aufzufüllen. Danach schlendern wir noch ein bisschen durch die Innenstadt, essen eine Kleinigkeit und fahren voll betankt weiter in Richtung Tanami Track. Die Highlights von Alice Springs wie beispielsweise die Old Telegraph Station, der Anzac Hill und die West MacDonnell Ranges haben wir ja bereits im Jahr zuvor angeschaut & erwandert.

Da wir am Morgen etwas später als gedacht losgefahren sind, kommen wir erst zum Sonnenuntergang am Tilmouth Roadhouse (30$ unpowered) am Beginn des Tanami Tracks an. Hier feuern wir nach einer schnellen Dusche nur noch den Grill an und genießen dann mit einem kalten Bier den Sternenhimmel.


Über den Tanami Track zum Wolfs Creek Crater & Derby

Wie immer, wenn wir am Campingplatz übernachten, starten wir den Tag mit einer warmen Dusche und einem heißen Kaffee, bevor wir dann für 1,89$/Liter unseren Landcruiser wieder volltanken. Schließlich liegen am Tanami Track nur wenige Roadhouses und Communitys, an denen der Sprit um einiges teurer als in Alice oder an der Küste ist.

 

Dann sind wir wieder back on track und fahren noch einige Kilometer auf geteerter Straße, bevor die rote Piste anfängt. Hier in "the Great Desert" kommen uns sehr viel weniger Fahrzeuge entgegen - auf der gesamten Strecke waren es nur ein Pkw & wenige Roadtrains, die zu den vielen Goldminen hier im entlegenen Outback fahren. Dafür haben wir immer wieder Gesellschaft von Wildpferden & Kuhherden und ich versuche mich bei ersteren immer wieder als Pferdeflüsterer. Leider ohne Erfolg, dafür haben wir ein paar schöne Bilder machen können, eine willkommene Pause während der langen Fahrt durch das Zentrum. Viele Highlights gibt es am Tanami Track nicht, hier gilt eher: der Weg ist das Ziel! 

Mittags legen wir dann einen kleinen Stopp auf einem Hügel neben der Straße ein und genießen bei flirrender Hitze einfach nur die Ruhe & den Weitblick. Man muss sich wirklich immer wieder bewusst machen, dass man hier ganz alleine ist und sich in einem Umkreis von ein paar 100 km wahrscheinlich kein einziger anderer Mensch befindet. Ein atemberaubendes Gefühl, das ich nach wie vor absolut genieße.

 

Unser nächstes Ziel ist der Wolfe Creek Crater Nationalpark, den wir am späten Nachmittag erreichen. Genügend Zeit also, um an den Rand zu wandern und einen Blick in den etwa 50m tiefen Krater zu werfen. Schon so ist es ein beeindruckender Ort, doch als wir die Drohne steigen lassen, sehen wir erst, was der Betrachter von der Erde aus nicht sieht - ein atemberaubender Krater in den schönsten Farben des Outbacks! Wir machen noch ein paar Bilder & lassen den Ort auf uns wirken, bevor wir wieder zu unserem Camper wandern und auf dem direkt angrenzenden Campground unser Nachtlager aufschlagen. Zum Glück erfahren wir erst nach unserem Urlaub von dem Horrorfilm Wolf Creek... Und so kochen wir uns nur noch unsere Nudeln und genießen mit einem Glas Wein den einzigartigen Sonnenuntergang! 

 

Am nächsten Tag machen wir uns mit dem Sonnenaufgang schon wieder auf den Weg, da wir es heute noch bis nach Derby schaffen wollen. Je näher wir der Küste kommen, desto mehr verändert sich die Natur - es wird hügliger, grüner und es gibt unzählige Kuhherden, die teilweise die gesamte Straße blockieren und eher widerwillig Platz machen. Am Ende des Tanami Track nimmt dann auch der Verkehr zu und schon sind wir mitten auf dem geteerten Great Northern Highway in Richtung Derby.

Bye bye Outback, das Zentrum liegt für diese Reise nun hinter uns. Nichts desto trotz freuen wir uns auf die restlichen Highlights unseres Roadtrips, vor allem die Gibb River Road, die in Derby startet. Doch bevor wir dieses Abenteuer beginnen, statten wir noch dem Boab Prison Tree einen Besuch ab. Dann checken wir auch schon an unserem Campingplatz ein und genießen am Jetty den Sonnenuntergang! Endlich sind wir wieder am Meer!

 

Und morgen geht unser Outback-Abenteuer weiter , die Gibb River Road wartet 


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