Australias Golden OUTBACK Part 2 - die Great Central Road bis zum Ayers Rock

 

Hey ihr Lieben,

 

da ist er endlich, der zweite Teil unserer Reise durch das OUTBACK Australiens! Hier möchte ich euch von unserer Fahrt auf der Great Central Road und deren atemberaubenden Ende, dem Ayers Rock / Uluru, erzählen!

 

Schon vorab kann ich euch sagen, dass diese Fahrt wirklich eine Herausforderung war und ihr sie nur mit einem Allrad-Fahrzeug antreten solltet! Zwar wäre es mit einem normalen Pkw auch irgendwie machbar, aber wer will schon mit Schrittgeschwindigkeit über das Wellblech dieser unsealed Road fahren und das für 1126km?!

 

Hier bin ich auf den ersten Teil unserer Reise eingegangen, ansonsten findet ihr auf meinem Youtube-Channel auch das dazu passende Video und auf meinem Instagram- Kanal viele Bilder & weitere Reisetipps!


Bevor es losgeht...

Nach einer kurzen Nacht auf dem Campingplatz in Laverton gibt es erst einmal Frühstück, dann packen wir alles zusammen und füllen unsere Wasservorräte auf. Dabei stellen wir leider fest, dass der Wassertank unseres Campers leckt und wir so unsere Campingdusche direkt befüllen müssen und darauf hoffen, dass wir an den verschiedenen Roadhouses auf dem Weg unser Wasser auffüllen können. Ein Glück, dass wir zumindest zwei große Trinkwasserkanister bei Coles* gekauft haben - verdursten werden wir also definitiv nicht!

 

Bevor wir unser Abenteuer starten, fahren wir aber noch einmal tanken, da die Dieselpreise an den Roadhouses im Outback erfahrungsgemäß immer höher als in den Städten sind. Auch besorgen wir uns im Visitor Center noch die zwei notwendigen Genehmigungen, um die Great Central Road befahren zu dürfen. Diese können auch online gekauft werden, da dies jedoch etwas unübersichtlich war, haben wir uns zum Kauf vor Ort entschieden und hatten dabei keinerlei Probleme!

 

Mein Tipp: Tankt euren Camper in Laverton noch einmal voll, Reservekanister sind aber nicht notwendig, da ihr auf dem Weg nach Yulara an 4 Tankstellen vorbei kommt. In den Roadhouses Tjukayirla*, Warburton*, Warakurna* und der Community Docker River* könnt ihr tanken und auf den Campsites übernachten, wir haben uns aber dazu entschieden, im Busch zu schlafen. Ladet euch unbedingt die App "Wiki Camps"*! Hier sind alle großen und kleinen Campingmöglichkeiten Australiens auf einer Karte vermerkt und ihr könnt auch ohne mobiles Netz dank GPS navigieren! Super ist, dass ihr die Sites bewerten, die Bewertung von anderen lesen und auch deren Bilder anschauen könnt - wir planen nur noch mit dieser App!


the Great Central Road

Und dann geht es endlich los - wir starten unsere Fahrt auf der Great Central Road! Am Anfang machen wir natürlich das obligatorische Foto mit den Straßenschildern und fahren weiter in Richtung rotes Zentrum. Im Visitor Center haben wir uns übrigens auch eine Broschüre über den Outback Way mitgenommen, in der verschiedene Highlights und Kilometerangaben vermerkt sind. Erster Halt: die Giles Breakaways, eine fantastische Felsenformation, wo wir natürlich wieder einige Bilder schießen und dann fahren wir weiter zum Tjukayirla Roadhouse. Dort gibt's erst mal Burger mit Pommes - in Wiki Camps angepriesen und wirklich verdammt lecker! Noch ein kaltes Getränk für die Fahrt gekauft und schon sind wir wieder on the Road.

 

Die Great Central Road an sich ist einfach faszinierend - die Natur um uns herum und die Tatsache, dass uns kaum Fahrzeuge entgegen kommen. Wir fangen an, die Autowracks am Straßenrand zu zählen, doch bei 100 hören wir auf und staunen einfach nur weiter über diese uralten Karossen! Was da wohl für Geschichten dahinter stecken.. Vor allem genießen wir aber bei jedem Stopp die Stille um uns herum - kein Lärm & Natur pur - wir fühlen uns einfach nur frei!

Und so fahren wir, bis wir die Desert Surf Rest Area erreichen, wo wir heute Nacht bleiben wollen. Wir suchen uns ganz hinten in der Nähe der Felsen einen Platz, sammeln Feuerholz und kochen uns noch vor dem Sonnenuntergang ein leckeres Abendessen. Abgesehen von einem weiteren Fahrzeug, das am anderen Ende der Rest Area parkt, sind wir hier ganz allein. Ein überwältigendes Gefühl! Das Highlight des heutigen Tages ist dann der Sternenhimmel - die Milchstraße funkelt nur so und wir können gar nicht aufhören, Bilder zu machen!

Giles Breakaways, Great Central Road, Australien
Giles Breakaways

unsere Fahrt von WA ins NT

Am Morgen schürt Stefan direkt wieder das Lagerfeuer an, denn die Nächte hier im Outback sind echt kalt, da reicht kein heißer Kaffee am Morgen, um wieder warm zu werden. Nach dem Frühstück geht die Fahrt weiter und wir genießen die Freiheit hier mitten im Nirgendwo. Nach der nächsten Kurve sind wir dann plötzlich nicht mehr allein - ca. 20 Dromedare stehen mitten auf der Straße und würdigen uns und unser Auto keines Blickes. So haben wir Zeit, ein paar Fotos von ihnen zu machen, bevor sie dann weiter ziehen und wir wieder fahren.  Unseren nächsten Stopp ein legen wir am Roadhouse in Warakurna ein und kommen dabei mit zwei Polizisten ins Gespräch. Auch sie empfehlen uns, erst in Yulara zu tanken, so dass wir uns nach dem kurzen Plausch wieder auf den Weg machen.

 

Schon aus der Ferne sehen wir dann Rauchwolken in den Himmel steigen und kommen nach einigen Kilometern zu einem riesigen Buschfeuer! Für uns ist das immer noch faszinierend, für Australier gehört das aber wohl schon zur Normalität... es brennt und hört von selbst wieder auf, hier wird die Natur einfach sich selbst überlassen! Auf der weiteren Fahrt überlegen wir kurz, auf dem Campingplatz der Docker River Community zu übernachten, doch die vielen negativen Berichte, die wir online gelesen haben, halten uns davon und so setzen wir uns eine kleine Restarea als Tagesziel. Der Straßenzustand hat sich übrigens, nachdem wir kurz vor Docker River ins Northern Territory gefahren sind, massiv verschlechtert und wir kommen trotz 4 WD nur sehr langsam voran.

 

So ist es schon fast ein Wunder, dass wir mit den letzten Sonnenstrahlen die einzige Rest Area im NT erreichen. Die Scheinwerfer unseres Campers sind nicht gerade die Besten, so dass wir deswegen und auch wegen den vielen Tieren, die in der Dämmerung & Nacht unterwegs sind, immer versuchen, so spät nicht mehr zu fahren. In unserer Nähe parkt auch noch ein anderes Pärchen mit ihrem Camper, mit denen wir uns noch kurz unterhalten, bevor es Abendessen und wieder einen traumhaften Sternenhimmel gibt. Wir sind hier einfach wunschlos glücklich!


auf zum Ayers Rock / Uluru & KataTjuta

Heute frühstücken wir bei Sonnenaufgang - kann es einen schöneren Start in den Tag geben? Ich kann mir zumindest keinen vorstellen! Schnell räumen wir zusammen und fahren die letzten 80 km, bis wir dann endlich den Uluru & Kata Tjuta Nationalpark erreichen. Schon die Anfahrt und die immer größer werdenden Felsen von Kata Tjuta sind atemberaubend! Jetzt sind wir wieder auf geteerten Straßen unterwegs und machen uns als erstes auf zum Uluru. Da wir schon einmal dort waren, verzichten wir auf die verschiedenen Walks an diesem wunderschönen Ort und hoffen darauf, dass der Aufstieg diesmal geöffnet ist. Leider ist er - wie im Jahr zuvor - wegen starken Winden gesperrt, so dass wir uns direkt auf den Weg zurück zu den Olgas (Kata Tjuta) machen. Dieser Ort hat mich bei unserem letzten Besuch schon fasziniert und diesmal ist es nicht anders. Diese Felsen haben einfach etwas magisches...

 

Nun geht's los und wir wandern den "Valley of the Winds"-Track. Letztes Mal sind wir nur bis zum 2. Aussichtspunkt gegangen, doch diesmal laufen wir die 7,5 km komplett. Ich kann diese Erfahrung gar nicht in Worte fassen, so beeindruckt hat mich dieser Ort & die Natur dort! Einer der schönsten Walks, die ich in Australien bis jetzt gewandert bin und das will schon was heißen! Wenn ihr dort seit - nehmt euch die Zeit für diesen Track! Startet am Besten wie wir am frühen Vormittag, da es dann noch nicht so heiß ist. Steigt die Temperatur nämlich über 36 Grad, wird der Walk ab 11 Uhr gesperrt!

 

Danach bewandern wir noch die beeindruckende Walpa Gorge, bevor wir dann zum Sunset View Point am Uluru fahren. Dort suchen wir uns einen schönen Platz und kochen uns erst mal Abendessen. Den Tag über haben wir durch den langen Walk einfach zu wenig gegessen, doch das holen wir jetzt mit einem riesigen Topf Nudeln nach. Und dann ist es wieder soweit: die Sonne geht unter und taucht den Ayers Rock in wunderschöne Farben! Ein einzigartiges Erlebnis, das ich euch auch nur ans Herz legen kann, ebenso wie den Sonnenaufgang. Nachdem die Sonne verschwunden ist, reihen wir uns in die Fahrzeugkolonne ein, die Richtung Yulara fährt und verlassen den Nationalpark wieder. In Yulara tanken wir nur kurz (der Diesel war mit 1,90 $ wirklich günstiger als auf der Great Central) und fahren dann noch 7 km zur nächsten Restarea.

Bei unserem letzten Besuch hatten wir uns auf dem Campingplatz in Yulara eingemietet, doch diesmal sparen wir uns das Geld und campen in der Natur. Die Restarea ist im vorderen Bereich auch für 2WD Fahrzeuge & Wohnanhänger befahrbar, doch wir fahren weiter, überqueren ein paar Dünen und finden schließlich den perfekten Platz ganz allein auf einer großen Düne mit Blick auf den Ayers Rock und Kata Tjuta!

 

Am nächsten Morgen klingelt der Wecker schon vor Sonnenaufgang, schließlich wollen wir uns an dieser atemberaubenden Location dieses Schauspiel nicht entgehen lassen. Und wir werden nicht enttäuscht - der Uluru und Kata Tjuta sehen in der aufgehenden Sonne einfach wunderschön aus und wir freuen uns total, gestern diesen perfekten Stellplatz gefunden zu haben! Wir lassen die magische Stimmung noch ein bisschen auf uns wirken, frühstücken dann und fahren unsere Düne hinunter in Richtung Teerstraße.

 

Der nächste Teil unseres Outback-Abenteuers, der Red Centre Way wartet 

 

*Werbung da Markennennung


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Kommentare: 1
  • #1

    Jana von Reishunger (Dienstag, 14 November 2017 11:46)

    Hallo liebe Ariane,

    OH WOW, was für ein toller Post und wundervolle Inspirationen - da bekommt man glatt Lust loszureisen :-) Auch, wenn wir dort bei der Reis Suche wahrscheinlich nicht so erfolgreich wären!

    Vielen Dank für den tollen Einblick & reishungrige Grüße aus Bremen
    Jana & das Reishunger Team