Der Südwesten Australiens Part 1 - Perth bis Albany

kangaroo, känguru, australien, australia, lucky bay

Hey ihr Lieben,

 

und schon sind wir wieder seit einem Monat in Deutschland und können noch immer nicht so wirklich glauben, dass unsere 5 Wochen an der West- & Südküste Australiens schon vorbei sind. Die Zeit verging wie im Flug und natürlich hätten wir auch diesmal noch sehr viel länger bleiben können.

 

In diesem Urlaub sind wir entlang der Küste von Perth nach Adelaide gefahren und haben natürlich wieder sehr viel erlebt und gesehen, was ich in diesem und den noch folgenden Blogposts mit Euch teilen werde. Im ersten Teil möchte ich auf unser Silvester in Sydney & unsere Fahrt von Perth nach Albany eingehen - passend dazu findet Ihr hier unser erstes YouTube-Video mit einigen Impressionen, & auch auf Instagram teile ich viele unserer Reisebilder mit Euch. Ach ja, und ein Video unserer Silvesterfeier gibt es natürlich auch! 

 

Das Besondere an dieser Reise war, dass wir endlich mit unserem eigenen Auto, einem Toyota Landcruiser Prado, unterwegs waren, den wir letzten September bei unseren Freunden in Perth komplett für Camping- & Offroad-Abenteuer ausgerüstet haben. Es ist einfach ein so viel besseres Gefühl, mit dem eigenen 4WD die ganzen wilden Tracks & Nationalparks zu erkunden und zu wissen, dass man für jede Situation gerüstet ist.

Mit dabei war übrigens auch mein Lieblingsschmuck von Thomas Sabo wie zum Beispiel die wunderschöne Glam Spirit Uhr & die Tree of Love Kette, die ich auch auf einigen meiner Bildern trage. Passenderweise kam der Schmuck in schönen schwarzen Säckchen & Boxen, so dass ich mir um den Transport keinerlei Gedanken mehr machen musste und die schönen Stücke perfekt vor Staub und Sand geschützt waren. Weitere Details bekommt Ihr jeweils über die hinterlegten Links & auf der Website von Thomas Sabo [Werbung]. 

 

Und nun, viel Spaß beim Lesen!


Sydney

Manly Beach

Mit über 12 Stunden Verspätung landen wir endlich in Sydney und haben nur noch einen Wunsch - ab ins Hotel und unter die Dusche. Dank eines defekten Flugzeugs hatte sich unser Abflug in München nämlich stark verzögert und wir mussten über Wien und Bangkok fliegen, um überhaupt zeitnah in Australien anzukommen. Doch als wir in der Metro sitzen und zu unserem Hotel fahren, ist der ganze Stress vergessen und wir freuen uns einfach nur hier zu sein!

Wir haben uns von Deutschland aus in das Hotel Value Suites Green Square* eingebucht, da es direkt an der gleichnamigen Metro-Station liegt und wir so perfekt für ein paar Tage City Sightseeing angebunden sind. Nach dem Einchecken gönnen wir uns die lang ersehnte Dusche, packen dann unser Badesachen ein und machen uns auf den Weg nach Manly. Das Tolle an Sydney ist, dass auch die verschiedenen Fähren mit der Opal Card genutzt werden dürfen, so dass wir am Circular Quay einfach auf das Boot umsteigen können und während der Überfahrt den atemberaubenden Blick auf die Harbour Bridge & die Oper genießen. In Manly angekommen schlendern wir ein bisschen durch die Fußgängerzone und gönnen uns erst einmal ein leckeres Sandwich zum Mittagessen, bevor wir uns am Manly Beach einfach ein bisschen in die Sonne legen. Nachdem wir den Surfern dort noch etwas zugeschaut haben, spazieren wir den Strand entlang Richtung Süden zum schönen Shelley Beach und wandern von dort aus durch den Sydney Harbour Nationalpark. Zwar sind wir nur wenige Kilometer unterwegs, doch der Jetlag macht sich langsam bemerkbar, weswegen wir den restlichen Tag in einem Restaurant direkt an der Manly Wharf ausklingen lassen und dort endlich unseren ersten Sonnenuntergang in Australien am Meer genießen.

 

Mein Tipp: Kauft Euch für die öffentlichen Verkehrsmittel direkt am Flughafen eine Opal Card. Diese könnt Ihr beim Kauf aufladen und so ohne lästiges Kleingeld zählen die Metro, Busse & Fähren nutzen. Pro Tag wird von Eurem Guthaben übrigens nie mehr 15,40 Dollar abgezogen, so dass Ihr ungefähr ausrechnen könnt, wie viel Ihr für die Dauer eures Aufenthalts auf Eure Opal Card laden müsst. Der Transport zum/vom Flughafen ist hier aber nicht inbegriffen und es werden 14,30 Dollar extra berechnet. Mehr Infos zu den Preisen findet Ihr hier.


City Sightseeing & Bondi Beach

Am nächsten Morgen starten wir endlich ausgeschlafen unser City Sightseeing in Sydney. Vom Hotel aus fahren wir zum Hyde Park und schauen uns das hiesige Anzac Memorial an. Von dort aus geht es über die beeindruckende St. Marys Cathedral weiter zu den Hydepark Barracks, wo wir uns die Zeit nehmen und das dortige Museum über die Geschichte der Convicts, der Strafgefangenen aus England, anschauen. Nach dem geschichtlichen Teil schlendern wir weiter zum wunderschönen botanischen Garten, setzen uns in der Nähe des Mrs. Macquarie's Point in ein kleines Café und genießen den Blick auf die Oper und die Harbour Bridge. Dank der bequemen Liegestühle und den kühlen Getränken bleiben wir noch etwas sitzen, bevor wir dann weiter zum absoluten Highlight in Sydney gehen - dem OPERA HOUSE. Die Oper ist wirklich beeindruckend und wir schießen viele Fotos, entfliehen dann aber den Menschenmassen und verbringen den restlichen Nachmittag in The Rocks. Dieses Viertel solltet Ihr auf keinen Fall verpassen, überall findet man kleine Shops & Bars, wo man dem Trubel rund um den Cirular Quay entkommen und den Tag zu einem perfekten Ende bringen kann.

 

Den folgenden Tag verbringen wir ganz entspannt am berühmten Bondi Beach, den Ihr bei Eurem Sydney Besuch keinesfalls verpassen solltet. Es ist zwar verdammt viel los, trotzdem genießen wir die Sonne und das Meer in vollen Zügen. Natürlich gehen wir auch zu einem der beliebtesten Fotomotive hier, dem Icebergs Pool. Die 5 Dollar Eintritt sparen wir uns aber und schlendern lieber die Promenade mit den vielen Surfshops und anderen kleinen Läden entlang. Hier am Bondi Beach kann man definitiv einen ganzen Tag verbringen und sich von der entspannten Lebensweise der Australier anstecken lassen.

 

Anfahrt: Um an den Bondi Beach zu kommen, fahrt Ihr mit der Metro einfach bis zur Station Bondi Junction & nehmt dann einen der vielen Busse (z.B. 333) direkt zum Strand.


Darling Harbour & Silvester auf der Bella Vista

Ein weiterer Ort in Sydney, wo man mindestens einen Tag verbringen kann, ist Darling Harbour. Hier findet man alles, was das Herz begehrt - Restaurants & Bars, ein riesiges Shoppingcenter und sogar einen Wildlife Zoo* sowie das Sea Life Aquarium*! Wir spazieren an diesem letzten Tag in Jahr 2017 aber nur am Wasser entlang, schauen die alten Ausstellungsschiffe des Maritim Museums* an und gönnen uns ein kühles Getränk in einer der vielen Bars direkt am Wasser. Der Trubel ist unglaublich und dank der noch immer andauernden Vorbereitungen für das Silvester Feuerwerk sicherlich noch größer als sonst, so dass wir am frühen Nachmittag wieder in unser Hotel fahren und uns für unsere Silvesterfeier fertig machen.

Lange haben wir überlegt, wie wir hier Silvester feiern wollen und haben uns zunächst dafür entschieden, das Feuerwerk von einem der vielen Parks aus anzuschauen. Da man sich aber schon am frühen Morgen einen guten Platz mit Blick auf Oper & Harbour Bridge sichern müsste, haben wir uns schließlich doch für einen New Years Eve Cruise im Hafen von Sydney entschieden. Also haben wir von Deutschland aus eine Fahrt auf der Bella Vista* inkl. aller Speisen & Getränke gebucht. Das Ganze war nicht gerade billig, doch da wir wohl nur einmal in unserem Leben in Sydney Silvester feiern, war es uns das wert.

Zurück am Darling Harbour legt dann pünktlich um 19 Uhr unser Schiff ab und wir fahren mit einem Sekt in der Hand in den Hafen von Sydney. Was für eine Aussicht - die komplette Fahrt über haben wir den perfekten Blick auf die Harbour Bridge und die Oper!  Als dann zum Jahreswechsel das Feuerwerk startet, sind wir nur noch sprachlos! Hier in Sydney zu sein und diese unglaubliche Feuerwerksshow in voller Länge live zu sehen ist einfach der absolute Wahnsinn! Ich kann es Euch wirklich nur ans Herz legen, einmal in Eurem Leben Silvester in Sydney zu feiern - es lohnt sich definitiv! Wir haben diesen perfekten Jahreswechsel übrigens auch in einem YouTube Video festgehalten, das Ihr hier findet.


Unsere Fahrt von Perth bis Albany

Lake Clifton, Whitehills Beach & Bunbury

Nach einem wirklich unbeschreiblichen Jahreswechsel in Sydney packen wir nun unsere Koffer und fliegen am Neujahrstag nach Perth. Mittlerweile können wir es gar nicht mehr erwarten, endlich mit unserem eigenen Auto die Rundreise entlang der West- und Südküste zu starten. Nach unserer Ankunft verbringen wir den ersten Tag komplett damit, unseren Prado für die Fahrt aufzurüsten, alle Einkäufe zu erledigen und diese in unserem 4WD zu verstauen.

Und dann geht es endlich los und wir starten Richtung Süden! Unser erster Halt ist Mandurah, wo wir in der City am Wasser entlang schlendern und mit Blick auf das Inlet einen Flat White genießen. Während uns eine warme Meeresbrise um die Nase weht, kommt bei uns richtige Urlaubsstimmung auf und wir genießen einfach nur diesen typisch australischen Flair hier. Unser nächstes Ziel an diesem Tag ist der nur 30 min. südlich gelegene Lake Clifton im nahen Yalgorup Nationalpark. Vom Parkplatz aus führt ein Boardwalk an & in den See und wir sind von dem so türkisfarbenen Wasser wirklich begeistert. Doch mindestens ebenso faszinierend ist die Tatsache, dass dort eine der ältesten Lebensformen der Erde zu finden ist - die sogenannten Thrombolithen. Auf den ersten Blick sehen sie aus wie Steine und es ist wirklich schwer, sich vorzustellen, dass diese Formationen Mikroorganismen sind, die seit Jahrmillionen existieren. Mal wieder ein Beleg dafür, wie klein der Mensch doch ist.

Eigentlich wollen wir noch den 5 km langen Wanderweg am Ufer des Sees entlang spazieren, doch aufgrund der Hitze entscheiden wir uns dagegen und fahren über die White Hill Road an den Whitehills Beach. Schon vor Erreichen des Strandes lassen wir unseren Reifendruck ab und starten dann unsere ersten Beach Drive. Der Strand an sich ist wirklich wunderschön & viele Australier kommen zum Angeln her, doch wir beschließen nach wenigen Kilometern, umzukehren - der Sand ist zu tief und wir haben einfach noch nicht genügend Erfahrung, um die 22 km bis zu der kleinen Ortschaft Preston Beach zu fahren - zum Glück hatten wir ein paar freundliche & erfahrene Helfer! Und so nehmen wir die Hauptstraße und genießen dort noch ein bisschen die warmen Sonnenstrahlen am Meer, bevor wir zu unserem ersten Campground fahren. Der Belvidere Campground* liegt ca. 50 km südlich und so haben wir noch genügend Tageslicht, um in Ruhe unser Dachzelt aufzubauen & zu essen.

Am nächsten Morgen verlassen wir recht früh den Campground in Richtung Bunbury, wo wir einen kurzen Abstecher zu "the Cut", einem kleinen Zufluss zwischen Meer und Inlet machen. Delphine sehen wir dort zwar keine, dafür schauen wir ein bisschen den Anglern zu und trinken unseren Kaffee, den wir uns an einem Coffee-Van in Australind gekauft haben. Vom Marlston Hill Lookout verschaffen wir uns noch einen kleinen Überblick über Bunbury, fahren nach einem kurzen Lunch in der kleinen Mainstreet aber direkt weiter in den Tuart Forest Nationalpark. In der Hoffnung, trotz Tageslicht einen Blick auf ein paar Opossums zu erhaschen, wandern wir den 1,4 km langen Possum Loop Walk entlang, doch wie bei den Delphinen haben wir auch hier kein Glück - dafür sehen wir viele neugierige Kängurus zwischen den Bäumen.


Busselton, Cape Naturaliste & Margaret River

Nun geht es weiter nach Busselton, wo wir unser Auto in der Nähe des dortigen Jettys parken. Der Busselton Jetty ist mit seinen 1841 Metern der längste hölzerne Jetty in der südlichen Hemisphäre und dementsprechend gut besucht. Man kann sogar mit einem kleinen Zug bis ans Ende zu dem dortigen Unterwasser Observatory* fahren, aufgrund des stürmischen Windes wurde die Fahrt an diesem Nachmittag jedoch leider eingestellt. Also spazieren wir einfach ein Stück den Jetty entlang und entschließen uns dann, den restlichen Nachmittag noch die Küste rund um das Cape Naturaliste zu entdecken. Kurz nach dem kleinen Städtchen Dunsborough kommen wir zum Castle Rock und über die als Schleife verlaufende Meelup Beach Road zum Little Meelup Beach. Hier sind wir sogar etwas windgeschützt, so dass wir uns endlich an den Strand legen und in dem türkisfarbenen Wasser baden können. Auf dem Weg zurück zu unserem Caravanpark werfen wir auch einen Blick auf den Meelup Beach, dieser ist jedoch bei weitem nicht so schön wie sein kleiner Bruder und wir sind froh, uns richtig entschieden zu haben.

Am nächsten Morgen stehen wir bereits um 4 Uhr auf, da wir unbedingt den Sonnenaufgang über dem Cape Naturaliste Lighthouse sehen wollen und fahren in tiefster Dunkelheit dorthin. Leider stellen wir bei unserer Ankunft fest, dass der Leuchtturm und das umliegende Cape umzäunt sind und der Bereich erst später öffnet. Also entscheiden wir uns, zur Bunker Bay zu fahren, wo wir dann mit Stativ, Kamera und Kaffee bewaffnet den in Australien so magischen Sonnenaufgang genießen. Danach ist unser nächster Halt der Sugarloaf Rock, ein unglaublich beeindruckender Fels an einer wilden & rauen Küste, wo uns der salzige Wind nur so um die Ohren pfeift. Eigentlich wollen wir nun einen 4WD Track nach Yallingup nehmen, doch da wir am späten Vormittag eine Weintour in Margaret River gebucht haben, entscheiden wir uns dagegen und nehmen die normale Straße. In dem kleinen Ort angekommen, setzen wir uns mit einem Kaffee auf die Felsen und schauen den vielen Surfern zu, die mit ihren Boards auf die perfekte Welle warten. Wir haben während einem unserer letzten Australien-Urlaube zwar auch einen Surfkurs gemacht, doch diese Wellen hier wären uns definitiv zu hoch!

Und dann geht es weiter nach Margaret River, wo wir sogar mit einem kleinen Zeitpuffer ankommen und so vor unserer Weintour noch schnell frühstücken können. Wir haben schon von Deutschland aus die "Full Bottle Day Tour"* über unseren Campingplatz, den River View Tourist Park*, gebucht und uns dadurch 20 Dollar pro Person gespart. Also vergesst nicht, bei der Buchung Eures Caravanparks nach möglichen Discounts zu fragen, solltet Ihr auch eine Weintour machen wollen - empfehlen kann ich es Euch auf jeden Fall! Wir besuchen während der heutigen Tour mindestens 3 Weingüter, dürfen dort jeweils Wein verkosten, bekommen ein leckeres Mittagessen und statten auch einer Käserei, einer Schokoladenfabrik und einer Destillerie einen Besuch ab. Mehr Infos zu unserer Tour findet Ihr hier auf der Seite des Veranstalters.

Als wir dann am frühen Abend von unserem Guide zu unserem Campingplatz zurückgebracht werden, bauen wir nur noch schnell unser Zelt auf und gehen nach einer Dusche direkt ins Bett... die Kombination aus frühem Aufstehen und Weintour war doch etwas anstrengend...


Caves, Hamelin Bay, Cape Leeuwin & Warren NP

Für unsere Verhältnisse schlafen wir heute etwas aus und stehen erst um 6:30 Uhr auf - in Australien richten wir unseren Tag eigentlich nie nach der Uhrzeit sondern nach der Sonne. Wenn diese untergeht, gehen wir schlafen und wenn sie wieder aufgeht, stehen wir auf. Und so machen wir uns nach einem entspannten Frühstück zu einer der vielen Höhlen in der Gegend rund um Margaret River auf. Die Giant Cave* kann man mit Taschenlampe & Helm selbst erkunden und so starten wir pünktlich zur Öffnung unsere Tour. Ein besonderes Highlight ist der Moment, in dem wir ganz alleine im riesigen Ballroom unsere Lampen ausschalten und die Dunkelheit & Stille auf uns wirken lassen! Nach dem Durchklettern einiger Engstellen erreichen wir nach einer knappen Stunde schließlich wieder den Ausgang und wandern durch den Busch zurück zum Parkplatz.

Unser nächster Halt heute ist Hamelin Bay, eine Bucht mit schönem weißen Sandstrand und einem absoluten Highlight, das ihr euch nicht entgehen lassen solltet - Rochen! Diese wilden Tiere schwimmen doch wirklich direkt am Strand entlang und man kann sie sogar streicheln! Ich bin am Anfang wirklich überrascht, wie zutraulich die Tiere sind und die Nähe zu Menschen suchen, was wohl aber auch daran liegt, dass manche Touristen sie mit kleinen Fischen füttern. Wir beide trauen uns schließlich auch und berühren die Rochen, die von uns aber so gar nicht beeindruckt sind und sich lieber auf unsere Füße konzentrieren. Eine unglaubliche Erfahrung, die wir nie vergessen werden und wir machen uns mit einem breiten Grinsen auf den Weg zur Jewel Cave*. Diese Tropfsteinhöhle kann nur im Rahmen einer Führung besucht werden und wir kaufen uns gleich das etwas günstigere Kombiticket für die Cave & den Leuchtturm am Cape Leeuwin. Der Besuch der Jewel Cave ist zwar nicht so abenteuerlich wie der der Giant Cave, doch sind die Tropfsteinformationen sehr viel beeindruckender! Ich glaube, wir haben noch nie eine so schöne Höhle gesehen - ein wirkliches Must See und sollte auf Euer Reise hier nicht fehlen!

Als wir nach unserer Tour am Cape Leeuwin Lighthouse* ankommen, spazieren wir erst mit einem Audioguide durch die historischen Gebäude und besteigen dann zusammen mit einem Guide das Lighthouse - was für ein Ausblick! Hier am südwestlichsten Punkt Australiens treffen das Südpolarmeer und der Indischen Ozean aufeinander, dementsprechend rau & tückisch ist die See. Laut unserem Guide sind vor dem Bau des Leuchtturms 1895 über 20 Schiffe hier gesunken! Mittlerweile erfolgt der Betrieb elektronisch und ganz ohne Leuchtturmwärter - da geht die romantische Vorstellung doch etwas verloren oder? Auf jeden Fall sind wir froh, die 178 Stufen nach oben gestiegen zu sein, der Blick ist es wert! Im Anschluss fahren wir dann noch die kleine Schleife über die Skippy Rock Road, wo wir noch einmal einen tollen Ausblick auf den Leuchtturm & das Kap haben.

Nun legen wir ein gutes Stück zurück, bis wir schließlich den Warren National Park erreichen und dort auf dem wunderschönen Heartbreak Trail durch die mächtigen Karri Wälder  fahren! Die Straße ist zwar eine unsealed road, die aber auch von normalen Pkws befahren werden kann - nur eben etwas vorsichtiger als mit einem 4WD. Nach diesem wirklich beeindruckenden Loop Drive kommen wir zum Dave Evans Bicentennial Tree, einem riesigen Karribaum mit gleich zwei Aussichtsplattformen! Nur über in den Baumstamm geschlagene Stahlsprossen kann man die erste Plattform in 25 m oder die zweite in 75 m Höhe erreichen - sonst ist keinerlei Sicherung vorhanden. Wir schaffen es gerade mal bis auf ca. 8 m, dann müssen wir wieder umdrehen - das Risiko, einmal versehentlich abzurutschen und dann zu fallen, ist uns einfach zu groß. Dafür schauen wir so einigen Backpackern zu, die scheinbar ohne Probleme nach oben klettern - Respekt!

Nach diesem wirklich langen Tag machen wir uns nun auf dem Weg zu unserem heutigen Campground in Windy Harbour. Wir kommen sogar pünktlich zum Sonnenuntergang an und fahren direkt zum Tookulup Lookout, wo wir den Tag mit einem perfekten Blick auf die über dem Meer untergehende Sonne ausklingen lassen.


Point D'Entrecasteaux, Walpole Nornalup Nationalpark & Shelley Beach

Nach einer warmen Dusche am Campingplatz brechen wir zum nah gelegenen Point D'Entrecasteaux auf und schauen uns dort den Cathedral Rock & das Natures Window an. Beides sind wirklich beeindruckende Felsformationen, die man von Windy Harbour erwandern oder auch mit dem Auto erreichen kann. Eigentlich hatten wir ersteres geplant, da es aber ziemlich kühl & stürmisch ist, entscheiden wir uns für die zweite Variante und fahren danach weiter in Richtung Walepole. Kurz nach diesem kleinen Ort verlassen wir dann den Highway und biegen in den Walpole Nornalup National Park ab. Über den Hill Top Senic Drive erreichen wir den gleichnamigen Lookout und haben dort eine tolle Aussicht auf das Nornalup Inlet, bevor wir zu unserem nächsten Halt, dem Giant Tinge Tree kommen. Vom Parkplatz aus führt ein 800 m langer Rundwanderweg zu diesem riesigen Red Tingle Tree und wir sind wirklich fasziniert! Der Stamm des ca. 400 Jahre alten Eukalyptusbaums wurde durch Waldbrände ausgehöhlt und trotzdem lebt er weiter - ein Wunder der Natur, oder? In dieser Kulisse fühlen wir uns richtig klein & unbedeutend...

Zurück am Auto machen wir uns dann auf den Weg zu einem weiteren Highlight in diesem Nationalpark, dem Tree Top Walk* im Valley of the Giants. Auf ca. 40 Metern Höhe wandern wir über schmale Hängebrücken durch die Baumspitzen der Tingle Trees und genießen von den Plattformen aus den Blick auf den unberührten Wald. Auch das ist ein Erlebnis, das ihr Euch nicht entgehen lassen solltet, wenn Ihr diesen Nationalpark besucht - auch Stefan war trotz seiner Höhenangst absolut begeistert!

 

Da wir recht gut in der Zeit liegen und aufgrund des eher schlechten Wetters den Bade- & Übernachtungsstopp am Parry Beach auslassen, fahren wir nun weiter zum William Bay Nationalpark nahe Denmark. Auch hier will die Sonne nicht so wirklich durch die Wolken kommen, trotzdem spazieren wir an dem perfekten Strand des Greens Pool entlang zu den Elephant Rocks. Schaut euch die Bilder an, diese Felsen sind doch der absolute Wahnsinn oder? Während Stefan ein paar Bilder macht, sitze ich einfach nur da und lasse diesen Ort auf mich wirken. Irgendwie sehen diese Felsen surreal aus - doch all diese bizarren Formationen hat die Natur allein erschaffen. Irgendwann möchte ich wieder hierher kommen, das steht fest - am besten natürlich bei schönem Wetter! Plant mindestens einen ganzen Tag hier ein, es lohnt sich!

 

Wir machen uns nun aber wieder auf den Weg und steuern unseren Campspot für heute Nacht an - Shelley Beach* im West Cape Howe Nationalpark. Dieser kleine Campground liegt direkt am Strand vor einer Steilküste und ist deshalb bestens geeignet für Gleitschirmflieger - schon beeindruckend, wie sie scheinbar schwerelos durch die Lüfte schweben. Da die Anfahrt für Camper Trailer und Caravans verboten ist, bekommen wir trotz unserer Ankunft am späten Nachmittag von dem wirklich netten Caretaker noch einen schönen Platz zugewiesen und können entspannt unser Zelt aufschlagen. Den Abend lassen wir bei einem Glas Wein & Pasta ausklingen, während die Sonne langsam glutrot hinter dem Horizont versinkt - was für eine unglaublich schöne Atomsphäre!

Am nächsten Morgen öffnen wir das Fenster unseres Dachzelts und sind von dem traumhaften Blick aufs Meer überwältigt - wir können jetzt schon sagen, dass dies wohl der schönste Campground unseres gesamten Urlaubs ist! Heute scheint auch endlich wieder die Sonne und wir faulenzen den ganzen Vormittag an diesem weißen Traumstrand. Ich kann Euch Shelley Beach wirklich nur empfehlen - ein toller Campground, ein wunderschöner Strand und ein traumhaft türkisfarbenes Meer, also definitiv ein Ort, an dem man auch mal mehr als einen Tag verbringen kann!


Albany & Torndirrup Nationalpark

Mittags machen wir uns dann auf den Weg nach Albany, wo wir erst mal zu einer Werkstatt fahren und einen Termin für den nächsten Tag ausmachen. Unser Prado läuft eigentlich ohne Probleme, doch nach dem letzten Offroad Track hatte Stefan festgestellt, dass eine Manschette der Antriebswelle leckt - diese müssen wir ersetzen lassen. Nachdem alles recht schnell geklärt ist, fahren wir direkt zu unserem heutigen Campingplatz, dem Big 4 Emu Beach Holiday Park*. Bevor wir zu dem nahe gelegenen Torndirrup Nationalpark aufbrechen, müssen wir endlich mal Wäsche waschen & uns das Salzwasser vom Baden abduschen. Solltet Ihr, wie wir, während der australischen Schulferien unterwegs sein, denkt gerade in Städten daran, Eure Stellplätze vorab zu reservieren, sonst kann es Euch passieren, dass Ihr keinen Platz mehr bekommt! Ich kann mich nur wiederholen - ladet Euch die App WikiCamps*, über die Ihr in ganz Australien Campingplätze & auch freie Campspots in Euer Nähe finden könnt.

 

Frisch geduscht können wir dann endlich starten und steuern zunächst 'The Gap' an. Diese riesige Felsspalte, in der das Meer nur so tobt, ist wirklich ein fantastisches Naturschauspiel - man versteht kaum sein eigenes Wort. Danach laufen wir zur Nature Bridge und fahren dann weiter zu den Blowholes - dies sind kleine unscheinbare Löcher im Fels, durch die das Wasser bei entsprechendem Wellengang in Fontänen nach oben schießt. Wir erreichen die Blowholes über einen ca. 800 m langen, steil zum Meer abfallenden Track.  Zu hören ist leider nur ein lautes Grollen - von dem Meerwasser, das normalerweise durch die Löcher nach oben schießt, ist heute nicht zu sehen, da der Seegang einfach zu schwach ist. Wir warten einige Minuten, doch es ändert sich nichts - also gehen wir wieder zurück zum Parkplatz und fahren noch ein paar andere schöne Ecken ab, von denen dieser Nationalpark so viele zu bieten hat. Pünktlich zum Sonnenuntergang machen wir uns wieder auf den Weg zurück nach Albany, wo wir mit Freunden abends schön essen gehen. An Lokalen, Fish and Chips Restaurants und Co. mangelt es in Albany auf jeden Fall nicht!

 

Den nächsten Morgen verbringen wir in der Innenstadt von Albany, schlendern die Main Street entlang, trinken Kaffee und fahren nach der Werkstatt noch auf den Anzac Hill, von dem man einen schönen Blick auf die Stadt hat. Nun geht unsere Reise weiter Richtung Süden - was wir dort alles sehen & erleben, erfahrt ihr dann in meinem nächsten Blogpost!

 

Ich hoffe, euch hat der erste Teil unserer Reise gefallen und ich konnte euch dazu inspirieren, auch einmal nach Australien zu fliegen 

 

 

*Werbung da Markennennung

 


Kommentar schreiben

Kommentare: 0